Supramolekulare Nanomagnete: Quantenphysik im mesoskopischen Grenzbereich

15/05/2009, 14:15, D5-153

Oliver Waldmann, Universität Freiburg

Molekulare Nanomagnete, eine neue Klasse von magnetischen Materialien, erlauben einen faszinierenden Einblick in den Magnetismus von mesoskopischen Quantensystemen. In diesen Molekülen sind mehrere magnetische Metallionen über organische Liganden so miteinander verbrückt, dass sie wohldefinierte geometrische Strukturen aufbauen. Es handelt sich damit um magnetische Nanocluster mit idealen Eigenschaften: Sie weisen keine Grössen- oder Formdispersion auf und sind faktisch voneinander isoliert - und bieten daher die einmalige Chance, über Experimente an makroskopischen Proben direkt die Physik einzelner Moleküle zu erschliessen. In diesem Vortrag wird anhand der speziellen Klasse der supramolekularen Gitter- und Ringstrukturen aufgezeigt, wie das Wechselspiel zwischen magnetischer Kopplung und magnetischer Anisotropie im mesoskopischen Grenzbereich zu einer Vielfalt von neuartigen Quantenphänomenen führt.